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Sozialer Trainingskurs


Setting
Der Soziale Trainingskurs  richtet sich hauptsächlich an bereits straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende, kann jedoch auch als Jugendhilfemaßnahme für in diese Richtung auffällige Jugendliche und Heranwachsende von den Jugendämtern in Anspruch genommen werden. Die rechtliche Anordnungsgrundlage für Soziale Trainingskurse stellt § 10 I Nr. 6 JGG i. V. mit § 27 und § 29 SGB VIII dar.

Zielgruppe
Jugendliche und Heranwachsende im Alter von 14 - 21 Jahren, die straffällig wurden oder von Straffälligkeit bedroht sind.

Zielsetzung
Soziale Trainingskurse sind sinnvoll für die Gruppe zu Betreuender, die - häufig auch in der jeweiligen Straftat zum Ausdruck kommend - Schwierigkeiten beim Umgang mit Anderen und sich selbst haben und denen mit einem Sozialen Trainingskurs ein entsprechendes Lernfeld angeboten werden kann. Der Soziale Trainingskurs dient als Ansatzpunkt für Verhaltensänderung. In der sozialen Arbeit ist die Gruppe ein wichtiges Instrument, um Einstellungs- und Verhaltensänderungen in anderer Art und Weise zu erzielen als durch Einzelkontakte mit einer Betreuungsperson.

Dauer
Der Soziale Trainingskurs erstreckt sich über drei Monate

Arbeitsweise
Der Soziale Trainingskurs umfasst drei Phasen, nämlich das Erstgespräch, die Gruppenphase und das Abschlussgespräch. Er findet in Form einer geschlossenen Gruppe von maximal zehn Teilnehmern statt. Die Module werden von zwei pädagogischen Fachkräften der Ambulanten Maßnahmen geleitet und, je nach Bedarf, von spezifischen Fachleuten begleitet. Methodisch wird mit aktivierenden Übungen, Lernen am Modell und handlungs- und erlebnispädagogischen Methoden gearbeitet. Ein weiterer Bestandteil des Sozialen Trainingskurses ist ein erlebnispädagogisches Wochenende, dieses dient der Gruppenfindung sowie dem Training sozialer Kompetenzen. Die einzelnen Sitzungen umfassen einen zeitlichen Rahmen von zwei Stunden, finden wöchentlich statt und sind thematisch auf die jeweilige Gruppenzusammensetzung ausgelegt. Einmal im Monat findet zusätzlich eine ganztägige erlebnispädagogische und/oder präventive Einheit statt.