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Ablauf


Die primären Ziele unserer Arbeit ist der Schutz der Kinder und die Beendigung der Gewalt. Um diese Ziele zu erreichen, ist das Interventionsprogramm für gewaltbelastete Familiensysteme in drei Phasen untergliedert:

Phase 1 (Eingangs- und Aufnahmephase)
Ziel der Eingangs- und Aufnahmephase ist vor allem die Kontaktaufnahme und -herstellung mit den beteiligten Personen. Die Betroffenen erleben in der Einzelarbeit, dass Fachkräfte in das bestehende Familiensystem Einblick erhalten. Ziel ist es, die individuellen Bedürfnisse und den Bedarf aller Beteiligten zu erfassen.
Die Kinder sollen durch Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zu der Fachkraft entlastet werden. Die gewaltbetroffene Person wird befähigt, die Verantwortung für ihren eigenen Schutz und den der Kinder zu übernehmen. Durch die Arbeit mit dem Täter soll Verantwortungsübernahme für das gewalttätige Verhalten erfolgen.

Phase 2 (Arbeitsphase)
In dieser Arbeitsphase wird mit dem gewaltbelasteten System gearbeitet. Gemeinsam erlernen die beteiligten Personen alternative Handlungsstrategien. In dieser Phase wird im Gruppensetting mit den beteiligten Personen gearbeitet.

Warum Gruppenarbeit?
Die Gruppe bietet den Kindern diverse Funktionen, die im Einzelsetting nicht gegeben sind. So bietet die Gruppe den Kindern und Jugendlichen eine Schutzfunktion, das heißt, sie erfahren neben Sicherheit und Geborgenheit auch noch Unterstützung und Hilfe.
Aber auch die Gewissheit, sich in der Gruppe "fallen lassen" zu können und aufgefangen zu werden, stärkt die Persönlichkeit der Kinder.
Es werden aktuell zwei verschiedene Gruppen angeboten:

Im März 2014 startete die sozialpädagogische Gruppe für Kinder zwischen 5 - 11 Jahren.
Im Februar 2014 startete die Mädchengruppe für Mädchen im Alter von 12 bis 15 Jahren.
Im Sommer 2015 startete die zweite sozialpädagogische Gruppe für Kinder zwischen 5 - 11 Jahren.

Phase 3 (Verselbstständigungsphase)
Ziel der Verselbstständigungsphase ist es, das Erlernte der vorherigen Phase, unter Begleitung der Fachkraft, eigenverantwortlich umzusetzen. Die Familien verfügen nun über die notwendigen Ressourcen, um gewaltfrei zu streiten und zu leben, sich auf Augenhöhe zu begegnen und das Wohlergehen der Kinder zu ermöglichen.